Kunst- und Kulturzug
Die Idee
Die Idee zu diesem Zug kam der KunstWerkstatt beim Begehen möglicher
Erweiterungshallen in der Lüttichkaserne unterhalb der Marbachshöhe,
wo die KunstWerkstatt Kassel ihr Atelier hat. Die ehemaligen Panzerhallen liegen
dort in unmittelbarer Nähe einer intakten Gleisanlage und sind hervorragende
Werkstätten um Waggons auszubauen.
Verwirklichung
Das Bundesvermögensamt, hatte dem Team der KunstWerkstatt das Gleis
und eine Halle kurzfristig zugesagt. Die Kassel-Naumburg Eisenbahn (KNE) kümmerte
sich um die Weiche, die wieder betriebsbereit gemacht wurde. Herr Koch, der
Leiter des Arbeitsamtes hatte die Anfrage der KunstWerkstatt nach Helfern an
das Bildungszentrum Kassel (BZ) weitergeleitet, mit dem Ergebnis, dass für
den Zugausbau 20 Auszubildende samt einem Meister für ein halbes Jahr
zur Verfügung sthen. Ebenso hat der Verein BUNTSTIFT sich bereit erklärt,
mit seinen Auszubildenden tatkräftig mitzuwirken. Kassel Tourist hat Unterstützung
im Erstellen von Publikationen zugesagt. Der Hessen Courrier will mit seinem
Know-how beim Kauf und der Wartung der Waggons zur Seite stehen.
Die Wagen...
Zur Zeit ist die KunstWerkstatt hauptsächlich mit der Suche nach geeigneten
Waggons beschäftigt. Es gibt schon einige konkrete Angebote von Privatanbietern
und der Bahn. Die Kosten belaufen sich auf 10 000 bis 15 000 pro lauffähigen
Waggon. Dazu käme noch der entsprechende Innenausbau, der je nach Nutzung
und Zustand der Waggons schwankt und noch nicht abzusehen ist.
... und die Lok
Was für eine Lokomotive die KunstWerkstatt einsetzen wird, ist noch offen.
Verabschiedet hat sie sich von der romantischen Idee einer Dampflokomotive,
aus finanziellen- und logistischen Gründen. Entweder die Werkstatt mietet
oder kauft eine günstige Diesellok, oder lässt den Zug von der Bahn
transportieren (Güterzug) und fährt das letzte Stück vom jeweiligen
Güterbahnhof in den Hauptbahnhof mit einer oft vor Ort ansässigen
Dampflokomotive.
Nachhaltigkeit
Die KunstWerkstatt hat sich auch die Frage gestellt, was mit dem Zug geschehen
soll, wenn das Jahr 2010 herum ist oder falls Kassel nicht Kulturhauptstadt
werden sollte. Der Zug soll dann für die documenta werben, die ersten
zwei Waggons des Zuges sind so konzipiert, dass sie ortsunkundigen Menschen
(Touristen) als erste Orientierung dienen sollen. Der Ausstellungs- und der
Medien- und Bühnenwagen können jederzeit für kleine Ausstellungen,
Theater- und Musikvorführungen benutzt werden. Der Kaffeewagen- und selbst
der Schlafwagen könnten eine außergewöhnliche Bahnhofsherberge
bieten. Der Standort Kulturbahnhof wäre ein angemessener Heimatbahnhof
für diesen Zug.
Von den Dampfloks des Hessen Curriers betrieben könnte der Kulturzug
regional eine kleine Attraktion werden.