Konzept der KunstWerkstatt Kassel e. V.

Konzept der KunstWerkstatt Kassel e. V.

Das Ziel der KunstWerkstatt ist es, die schöpferischen Kräfte der Kunst und des Handwerkens im weitesten Sinne für den Einzelnen wie für Gruppen durch therapeutische und pädagogische Begleitung zur Wirksamkeit zu bringen.

Durch die Vielfalt der handwerklichen Gestaltungsmöglichkeiten sind den individuellen, kreativen Ideen und Entwürfen keine Grenzen gesetzt.

Das Besondere der Kunstwerkstatt ist die umfangreiche Ausstattung, mit der jede Idee verwirklicht werden kann:

•  eine komplette Metallwerkstatt (alle Schweißarten) mit Schmiedeesse und vier Ambossen

Amboss schmiede

•  eine Tischlerecke mit vier Hobelbänken, einfaches Tischlerwerkzeug und eine hochwertige Schnitzausrüstung für 10 Personen

Kinderkurs

•  eine Töpferei mit vier Scheiben und großem Brennofen

Töpfern

•  12 Steinmetzständer und verschiedene Steinmetzwerkzeuge

steinmetzen steinmetzen

Die KunstWerkstatt beschäftigt zwei Voll- und zwei Teilzeitkräfte, sowie einige Honorarkräfte, Ehrenamtliche und Praktikanten der Universität Kassel.

Entstehung und Entwicklung

Entstehung und Entwicklung

Im Jahr 2000 begann eine Gruppe von Kunstpädagogen und -therapeuten, Künstlern und zwei Biologen mit dem Ausbau einer alten Panzerhalle in einer ehemaligen Kaserne auf der Marbachshöhe in Kassel. Ihr Ziel war es eine Werkstatt zu schaffen, in der künstlerisches Arbeiten als lebensvolle Essenz vermittelt wird.

Da die räumliche Kapazität mittlerweile an ihre Grenzen stößt, plant die KunstWerkstatt eine Erweiterung. Es wurde daher eine Bewerbung für eine freiwerdende Panzerhallen in der unteren Marbachshöhe (ehemalige Lüttichkaserne) eingereicht, wo sich auch eine enge Zusammenarbeit mit einem benachbarten Heim und Werkhof für Behinderte anbahnt.

Kursprogramm

Kursprogramm

In der Kunstwerkstatt werden in den verschiedenen Bereichen wöchentliche Kurse und Wochenendveranstaltungen angeboten. Das Angebot richtet sich an Menschen aller Altersgruppen. Ein Anliegen ist die Vermittlung von Grundlagen des jeweiligen Handwerkes oder des jeweiligen künstlerischen Mediums.

Durch das Erlernen grundlegender Techniken und Fertigkeiten hat jeder Mensch die Möglichkeit, mit diesen Mitteln seinen individuellen künstlerischen Ausdruck zu finden. Es wird viel Wert auf künstlerische Grundlagen, Übung, Beobachtung und Wiederholung gelegt.

Ein weiteres Anliegen ist die Arbeit in kleinen Gruppen (6-10 Pers.), so dass eine individuelle Betreuung gewährleistet ist. Die Vielfalt der Betätigungsfelder in der Werkstatt regt den Austausch der verschiedenen Künste an und das Interesse, auch mal etwas anderes auszuprobieren, wird geweckt. Es gibt zwei Programme im Jahr, die jeweils mit einer Werkausstellung der Kursteilnehmer enden. Die Ausstellung ermöglicht den Teilnehmern das Gelernte mit einem gewissen Abstand zu betrachten und gibt gleichzeitig neuen Interessenten einen Einblick in die Arbeit.

Omar

Die aktuellen Kurstermine gibt es unter www.kunstwerkstatt-kassel.de

Schulprojekte

Schulprojekte

Der KunstWerkstatt ist es ein besonderes Anliegen, Kinder und Jugendliche für Kunst und Kultur zu begeistern, und durch freie Ausdrucksformen aktuelle Ereignisse und Schwierigkeiten zu gestalten und zu besprechen. Durch die künstlerisch-handwerklichen Tätigkeiten sollen Jugendliche auf ihre Fähigkeiten und Neigungen aufmerksam machen und erste berufliche Tendenzen erspüren.

Bestimmte Zeiten in der Werkstatt, sind daher der Zusammenarbeit mit Schulen vorbehalten. Die Jean-Paul Schule (Sonderschule) nutzt die Werkstatt dreimal wöchentlich für bestimmte Epochen im Kunst- und Werkunterricht, die in der Schule schwer möglich sind, beispielsweise Schmieden, Druckgraphik oder großformatiges Malen.

Die Carl-Schomburg Schule, eine Haupt- und Realschule, ermöglicht es einmal wöchentlich einer Gruppe von Schülern in der Werkstatt an einem Vormittag künstlerisch zu arbeiten (Kunstprojekttage). Da die Schüler im Rahmen des Lehrplanes keinen Kunstunterricht erhalten, ist dies für sie die einzige Möglichkeit, schöpferisch tätig zu werden. Die großen Klassen ( 20-26 Schüler) werden geteilt, eine Hälfte arbeitet mit den Mitarbeitern der Kunstwerkstatt, die andere Hälfte besucht mit einer Lehrkraft das Museum Schloss Wilhelmshöhe, wo sich eine fruchtbare Zusammenarbeit mit den Museumspädagogen ergeben hat. Die Schule plant im nächsten Jahr Projektwochen und Jahresarbeiten, die für kunstinteressierte Schüler in der Kunstwerkstatt stattfinden sollen.

Kinderkurs

Für die Freie Waldorfschule Kassel bietet die KunstWerkstatt pro Schuljahr mehrere Epochen Steinmetzen und Plastizieren.

Konzeption der kunsttherapeutischen- und sozialpädagogischen Begleitung von Kindern und Jugendlichen

Konzeption der kunsttherapeutischen- und sozialpädagogischen Begleitung von Kindern und Jugendlichen

Die KunstWerkstatt fördert die Integration von Kindern und Jugendlichen mit besonderem Hilfebedarf. Sie bietet dazu künstlerische Kurse, sozialpädagogische Begleitung und Kunsttherapie an.

Bei der Therapie mit gestalterischen Mitteln steht das vertiefende Eintauchen in den tätigen Schaffensprozess im Vordergrund. Dabei steigern die errungenen Fähigkeiten und das entstandene Werk das Selbstwertgefühl und das Selbstbewusstsein der Jugendlichen.

Oft lassen sich in den nonverbalen Ausdrucksmöglichkeiten der Bilder und Formen „verborgene Botschaften“ entdecken, die zu sensiblen Gesprächen und Erkenntnisprozessen führen, auf die wiederum neue, weiterführende Aufgaben folgen.

Die Kunstwerkstatt Kassel e.V. ist eine Einrichtung der ambulanten Jugendhilfe. Für eine individuelle fach- und sachgerechte Begleitung entsprechend der Neigung und Eignung der Jugendlichen stehen pädagogische und sozialpädagogische Fachkräfte, sowie Kunsttherapeuten zur Verfügung. Für eine sozialpädagogisch ausgerichtete Betreuung werden zusätzlich Praktikanten der Universität Kassel herangezogen.

Kooperation Kinderzirkus Rambazotti

Mit dem benachbarten Kinderzirkus Rambazotti plant die KunstWerkstatt die therapeutische Betreuung von behinderten und benachteiligten Jugendlichen. Die künstlerische Anfertigung von Masken und Kulissen lässt sich sehr gut mit Theater- und Rollenspiel verbinden.

Darüber hinaus möchte die KunstWerkstatt Räume und Angebote schaffen, die es Kindern ermöglicht, ihre Kreativität und Geschicklichkeit zu fördern und zu erproben.

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Kunst- und Kulturzug

Kunst- und Kulturzug

Die Idee

Die Idee zu diesem Zug kam der KunstWerkstatt beim Begehen möglicher Erweiterungshallen in der Lüttichkaserne unterhalb der Marbachshöhe, wo die KunstWerkstatt Kassel ihr Atelier hat. Die ehemaligen Panzerhallen liegen dort in unmittelbarer Nähe einer intakten Gleisanlage und sind hervorragende Werkstätten um Waggons auszubauen.

Verwirklichung

Das Bundesvermögensamt, hatte dem Team der KunstWerkstatt das Gleis und eine Halle kurzfristig zugesagt. Die Kassel-Naumburg Eisenbahn (KNE) kümmerte sich um die Weiche, die wieder betriebsbereit gemacht wurde. Herr Koch, der Leiter des Arbeitsamtes hatte die Anfrage der KunstWerkstatt nach Helfern an das Bildungszentrum Kassel (BZ) weitergeleitet, mit dem Ergebnis, dass für den Zugausbau 20 Auszubildende samt einem Meister für ein halbes Jahr zur Verfügung sthen. Ebenso hat der Verein BUNTSTIFT sich bereit erklärt, mit seinen Auszubildenden tatkräftig mitzuwirken. Kassel Tourist hat Unterstützung im Erstellen von Publikationen zugesagt. Der Hessen Courrier will mit seinem Know-how beim Kauf und der Wartung der Waggons zur Seite stehen.

Die Wagen...

Zur Zeit ist die KunstWerkstatt hauptsächlich mit der Suche nach geeigneten Waggons beschäftigt. Es gibt schon einige konkrete Angebote von Privatanbietern und der Bahn. Die Kosten belaufen sich auf 10 000 bis 15 000 € pro lauffähigen Waggon. Dazu käme noch der entsprechende Innenausbau, der je nach Nutzung und Zustand der Waggons schwankt und noch nicht abzusehen ist.

... und die Lok

Was für eine Lokomotive die KunstWerkstatt einsetzen wird, ist noch offen. Verabschiedet hat sie sich von der romantischen Idee einer Dampflokomotive, aus finanziellen- und logistischen Gründen. Entweder die Werkstatt mietet oder kauft eine günstige Diesellok, oder lässt den Zug von der Bahn transportieren (Güterzug) und fährt das letzte Stück vom jeweiligen Güterbahnhof in den Hauptbahnhof mit einer oft vor Ort ansässigen Dampflokomotive.

Nachhaltigkeit

Die KunstWerkstatt hat sich auch die Frage gestellt, was mit dem Zug geschehen soll, wenn das Jahr 2010 herum ist oder falls Kassel nicht Kulturhauptstadt werden sollte. Der Zug soll dann für die documenta werben, die ersten zwei Waggons des Zuges sind so konzipiert, dass sie ortsunkundigen Menschen (Touristen) als erste Orientierung dienen sollen. Der Ausstellungs- und der Medien- und Bühnenwagen können jederzeit für kleine Ausstellungen, Theater- und Musikvorführungen benutzt werden. Der Kaffeewagen- und selbst der Schlafwagen könnten eine außergewöhnliche Bahnhofsherberge bieten. Der Standort Kulturbahnhof wäre ein angemessener Heimatbahnhof für diesen Zug.

Von den Dampfloks des Hessen Curriers betrieben könnte der Kulturzug regional eine kleine Attraktion werden.

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Kontakt

Kontakt

KunstWerkstatt Kassel e.V.
Thomas Hofer
Wilhelmine Halberstadtstr.14
34131 Kassel / Marbachshöhe
Tel./Fax: 0561 – 3167779
e-mail:info@kunstwerkstattkassel.de
Internet: www.kunstwerkstatt-kassel.de
Spendenkonto: Kasseler Sparkasse Konto Nr.:1084449 Bankleitzahl:520 503 53

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