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Breuberg: Alt und jung vereint im Schwung

Aus eins mach zwei – als der Gedanke, weitere Spielmöglichkeiten für Kinder zu schaffen, in der Stadt Breuberg erst einmal angestoßen war, entstanden unter diesem Aspekt gleich zwei neue Kinderspielplätze. In einem Gebiet mit vielen neuen Ein- und Mehrfamilienhäusern machten sich die Eltern dafür stark, im nahen Umfeld einen Spielplatz zu bauen. Die Kommunalpolitiker überlegten, ein solches Projekt gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern zu realisieren. Dabei ging es nicht nur um die Reduzierung der Kosten. Zugleich sollten zwischenmenschliche Kontakte innerhalb eines Baugebiets intensiviert und das Verantwortungsbewusstsein für den Spielplatz geweckt werden. Ein ambitioniertes Projekt mit einem hohen Mobilisierungseffekt und großem Nachahmungswert.

Bereits bei der Planung konnten sich Eltern und alle interessierten Mitbürger beteiligen. Die Resonanz war groß. Zum Informationsabend kamen 20 Elternpaare, aber auch ältere Mitbürger, die sich gerne engagieren wollten. Resultat der anschließenden Diskussionen war, dass nicht ein Spielplatz entstand, wie ursprünglich geplant, sondern zwei Plätze mit unterschiedlichem Charakter. Beide sollten nicht mit Spielgeräten überfrachtet werden, sondern viel Freifläche für die Kinder zum Toben bieten und zugleich Kommunikations- und Erholungsraum für ältere Menschen.

Im Mittelpunkt stand, dass die Kinder möglichst viel miteinander spielen können. Für den einen Platz wurde ein großes Spielgerät mit Türmen und Klettermöglichkeiten geplant und eine Vogelnestschaukel, für den anderen Platz eine lange Kurvenrutsche und ein Spielfeld zum Fußball-, Basketball- und Boulespielen.

Als alle Planungsarbeiten abgeschlossen waren, startete im April 2002 die Bauphase des ersten Platzes. Bunt gemischt trafen sich ehrenamtliche Mitstreiter aller Generationen, stellten gemeinsam Randsteine auf, befreiten das Gelände von Steinen und dicken Wurzeln, installierten einen Zaun und pflanzten die Begrünung. Die Spielgeräte selbst wurden dann – wegen der Versicherung - von Mitarbeitern der Stadt aufgestellt.

Doch nach der Fertigstellung hörte das bürgerschaftliche Engagement nicht auf. Wenn es im Sommer sehr trocken ist, gießen Bürgerinnen und Bürger die Pflanzen oder weisen die Verwaltung auf kleine Schäden hin. Schnell wurde der Platz von Kinder angenommen – ein Ergebnis, dass alle am Bau Beteiligten mit Stolz erfüllt. Nachdem das erste Projekt so erfolgreich gelaufen ist, haben weitere Anlieger und Eltern sich bereit erklärt, den nächsten Platz mitzugestalten.

Breuberg Wohnbevölkerung: 7.398

Kontakt und weitere Informationen zu dieser Initiative:

Frank Matiaske, Rathaus, Höchster Str.3, 64747 Breuberg i. Odenwald
Tel.: (06163) 709 37 E-mail: info@breuberg.de
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