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Ein Bauerngarten fürs Museum

Roßdorf
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Kommune Roßdorf

Das südhessische Handwerksmuseum in Roßdorf ist bestens ausgestattet mit den Utensilien verschiedener Handwerke. Was noch fehlt, ist ein gestalteter Außenbereich in Form eines Bauerngartens. Eine lohnende Aufgabe für die jungen Geflüchteten aus der Gemeinschaftsunterkunft?

Das Roßdörfer Projektteam Carmen Lau und Renate Kessler brauchte nicht lange, um die Museumsleitung für ihre Idee zu begeistern. Zumal die Voraussetzungen günstig sind: Die Geflüchteten können das Museum, das im ehemaligen Bahnhof von Roßdorf untergebracht ist, fußläufig erreichen und hier auch während der Arbeit die Aufenthaltsräume und Sanitäranlagen des Museums nutzen.

Das Projektteam hat die einzelnen Arbeitsschritte bereits akribisch geplant. Mitte März hat eine Gruppe von Ehrenamtlichen gemeinsam mit drei jungen Männern aus Syrien bzw. Afghanistan eine Holzhütte aufgebaut. In Kürze wird der Bauerngarten offiziell mit einem Spatenstich eingeweiht, zu dem alle Roßdörfer Bürgerinnen und Bürger eingeladen sind.

Mit dem Projekt Bauerngarten am Museum verfolgen die beiden Ehrenamts-Coaches mehrere Ziele: Zum einen soll der Garten Begegnung und gemeinsames Arbeiten von Einheimischen und Geflüchteten erleichtern. Der Garten ist aber auch Referenzprojekt, in dem die dort engagierten Flüchtlinge Erfahrungen in der Gartenarbeit sammeln können. Gleichzeitig wird der Garten ihre Kompetenzen sichtbar machen und erweitern. Geplant ist, dass die im Gartenbau versierten Flüchtlinge später auch in Privatgärten, hauptsächlich für Senioren, tätig werden können. Die Vermittlung übernimmt dann das Roßdörfer Ehrenamtsbüro

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Unsere Ziele

Ort der Begegnung

Der Bauerngarten am Museum soll Ort der Begegnung werden und Gelegenheit für gemeinsames Arbeiten von Einheimischen und Geflüchteten schaffen.

Akzeptanz in der Bevölkerung erhöhen

Anwohner und Passanten sehen die Flüchtlinge im Bauerngarten arbeiten. Dies trägt dazu bei, die Akzeptanz der Einheimischen gegenüber den Zugewanderten zu erhöhen.

Referenzprojekt für gärtnerisches Können

Die Geflüchteten sollen im Bauerngarten Erfahrungen und Kompetenzgewinn in der Gartenarbeit sammeln. Dies könnte Basis sein für weiteres bürgerschaftliches Engagement: Geflüchtete können z.B. älteren Bürgerinnen und Bürger ehrenamtlich bei der Gartenarbeit helfen.

Berufsperspektiven schaffen

Die im Bauerngarten erworbenen Kompetenzen können Sprungbrett in eine berufliche gärtnerische Tätigkeit sein.

Was wir erreicht haben

Anleiter für Gartenarbeiten gefunden
Flüchtlinge angesprochen und viele Interessenten gefunden
Anschaffungen und Anpflanzungen geplant
Veranstaltungen geplant, die 2017 im Garten stattfinden sollen
Carmen Lau
Die Hilfsbereitschaft der Flüchtlinge hat uns überrascht. Wir dachten nicht, dass es so einfach werden würde, Helfer für das Gartenprojekt zu finden. Wir freuen uns, dass wir unsere Vorstellungen und Pläne zum Gartenprojekt so gut und schnell umsetzen konnten. Jetzt geht es endlich los. Obwohl unser Gartenprojekt noch am Anfang steht, haben wir bereits Anfragen von Senioren, die sich über Hilfe freuen würden.
Carmen Lau
Ehrenamts-Coach

Neuigkeiten aus unserem Projekt

Pfefferminze zur offiziellen Eröffnung

Roßdorfs Bürgermeisterin Christel Sprößler und der hessische Flüchtlingskoordinator Staatsminister Axel Wintermeyer pflanzten gemeinsam zwei Minzstauden und gaben damit dem Bauerngarten des Kulturhistorischen Vereins ihren offiziellen Segen.

Kontaktdaten

Gemeinde Roßdorf
Margarethe Palka
Ein Bauerngarten fürs Museum
Erbacher Straße 1
64380 Roßdorf
Telefon: 06154-5758689
E-Mail: mpalka@rossdorf.de
Ehrenamtsbüro Roßdorf
Carmen Lau und Renate Kessler

Erbacher Straße 3
Roßdorf
Telefon: 06154-5758689
E-Mail: jottzeh.Ellau@gmx.de