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Bad Arolsen: Mobil sein – mobil bleiben. Ein Aufgabe für uns alle.

„Barrieren abbauen – in den Herzen und Köpfen“. Auf diese einprägsame Formel bringt es die Initiative „Barrierefreies Leben in Bad Arolsen“ (BLiBA), die in den fünf Jahren ihres Bestehens dafür gesorgt hat, dass die Anliegen von Menschen mit Mobilitätseinschränkungen in die Bauplanungen der Stadt mit einfließen. In einer äußerst erfolgreichen Verbindung von Ehrenamt und öffentlicher Verwaltung gelang es der Initiative und Mitarbeitern der Stadtverwaltung, zahlreiche kleine und große Verbesserungen im öffentlichen Raum zu realisieren.

Im Rehabilitationszentrum Bathildisheim und dem Berufsfortbildungswerk Nordhessen leben und lernen auch mobilitätseingeschränkte Menschen, die jedoch immer wieder auch mit Barrieren zu kämpfen haben. Schüler beider Schulen unternahmen auf Anregung der Initiative BliBA eine Exkursion. Dabei stießen sie oft auf Hindernisse, die mit Leichtigkeit beseitigt werden könnten. Das Zurückschneiden einer Hecke oder die Rücknahme von Auslagen eines Geschäftes auf dem Bürgersteig ließ sich einfach bewerkstelligen. Einen Bericht mit Anregungen präsentierten die Schüler nach ihrem zweitägigen Ausflug anschließend der Presse.

Dies ist eine von vielen Initiativen, die die Aktiven der BliBA angestoßen hatte. Die ehrenamtlichen Mitglieder erarbeiteten darüber hinaus einen konzeptionellen Ansatz für ihre künftige Arbeit, einen „Grundsatzbeschluss“, der als Leitbild in die städtische Bauplanung einfließen sollte. Unterstützt wurden sie hierbei vom Bürgermeister, Stadtverordnetenvorsteher, Sachbearbeitern aus der öffentlichen Verwaltung sowie Fachleuten aus der Wirtschaft. Die Stadtverordnetenversammlung fasste darauf hin einstimmig einen Grundsatzbeschluss, bei allen zukünftigen Maßnahmen der Stadt dem Thema Barrierefreiheit den größtmöglichen Stellenwert einzuräumen.

Mit der Überreichung einer Urkunde für eine besonders gelungene Umsetzung von Barrierefreiheit wandten sich die ehrenamtlichen Mitglieder der Initiative an Geschäfts- und Privatleute in der Kommune. Mindestens zwei der vier Kriterien Wahrnehmung, Orientierung, Erreichbarkeit und Nutzbarkeit sollten die Voraussetzung für eine Auszeichnung sein. Mit Zufriedenheit registrierte die Initiative „Barrierefreies Leben in Bad Arolsen“, dass sich viele Geschäfts- und Privatleute in der Stadt bereits mit dem Thema beschäftigten und aktiv wurden.

Ein weiteres ehrenamtliches Projekt der BliBA, die Erstellung eines so genannten Behindertenführers, wurde weit über die Stadt hinaus bekannt. Die Sonderkartographie wurde im Rahmen des Hessentages 2003 von einer Mitarbeiterin im Bauamt erarbeitet. Der Einsatz und das Zusammenwirken ehrenamtlicher Kräfte und hauptamtlicher Kompetenz führten zu einem professionellen Ergebnis. Mit ihren langfristig ausgerichteten Ideen und vorbildlichen Aktionen zeigt die Initiative „Barrierefreies Leben in Bad Arolsen“ somit, wie Verbesserungen zum Wohle der Stadt, insbesondere ihrer Einwohner mit Behinderungen und Beeinträchtigungen, effektiv und effizient gestaltet werden können.

Bad Arolsen Wohnbevölkerung: 18.100

Kontakt und weitere Informationen zu dieser Initiative:

Stadt Bad Arolsen, Sozialamt, Rathausstraße 3, 34454 Bad Arolsen

Günter Pohlmann, Telefon: 05691 – 801 191 e-mail: guenter.pohlmann@bad-arolsen.de
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