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IDM 01|2008
DieNachbarschaftsHelfer, Ober-Ramstadt

Die Hessische Landesregierung hat im Rahmen der Ehrenamtskampagne „Gemeinsam Aktiv – Bürgerengagement in Hessen“ die Initiative „DieNachbarschaftsHelfer“ aus Ober-Ramstadt im Landkreis Darmstadt-Dieburg als beispielhafte Initiative ausgezeichnet.

Das Team der NachbarschaftsHelfer bestehend aus Thomas Pfützner, Andreas Kahnert, Renate Aßmann und Doris Süßle, sahen in der zunehmenden Mobilität von Arbeitsnehmern und/oder Arbeitssuchenden das Problem des Zerfalls der Familien. Ältere Menschen blieben allein zurück, aber auch die Jungen müssen am neuen Wohnort auf die Unterstützung der Familienangehörigen und Freunde verzichten.

Das Team hat sich ein einfaches internetbasiertes System ausgedacht und im Internet platziert, um nachbarschaftliche Hilfsangebote aufzuzeigen. Durch das Internet besteht für Helfer und Hilfesuchende die Gewährleistung der Anonymität. Derzeit betreut das Team ca. 3300 Mitglieder und kontrolliert die ca. 5.000 angebotenen und gesuchten Dienste auf Angemessenheit sowie unter unmoralischen und ungesetzlichen Aspekten. Über ein Punktesystem werden die Hilfsleistungen vergütet.

Mit dem Aufbau dieses Nachbarschaftshilfe-Netzwerkes im Internet beabsichtigt das Team der NachbarschaftsHelfer auch, eine Art Ersatz für die Großfamilien zu schaffen und dabei Sozialdienste zu entlasten, die sich dann wiederum auf ihre eigentlichen höher qualifizierten Hilfsdienste konzentrieren können.

Weitere Informationen über DieNachbarschaftsHelfer und ihre Angebote  erhalten Sie im Internet unter www.dienachbarschaftshelfer.de.

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IDM 02|2008
Radio Klinikfunk Wiesbaden e.V.

Die Hessische Landesregierung hat im Rahmen der Ehrenamtskampagne „Gemeinsam Aktiv – Bürgerengagement in Hessen“ den Verein „Radio Klinikfunk Wiesbaden e.V.“ als beispielhafte Initiative ausgezeichnet. Wie der Sprecher der Hessischen Landesregierung, Staatssekretär Dirk Metz, dazu erläuterte, werden auf Initiative von Ministerpräsident Roland Koch monatlich besonders engagierte und vorbildliche Vereine, Initiativen und Freiwilligenagenturen als „Initiative des Monats“ von der Landesregierung ausgezeichnet. „Für den Monat Februar hat sich die Landesregierung für die Initiative „Radio Klinikfunk Wiesbaden e.V.“ entschieden. Die ehrenamtlichen Hörfunker machen ein hervorragendes Programm für die Dr. Horst-Schmidt-Kliniken in Wiesbaden, das speziell auf die Bedürfnisse der kranken Menschen abgestimmt ist“, erklärte Metz.

Mit großem Engagement hat Hans Gero von Gersdorff 1981 den Verein Klinikfunk Wiesbaden e.V. unter dem Motto „Musik hilft heilen“ gegründet. Zunächst hatte der Verein noch kein eigenes Sendestudio, aber nach fünf Jahren zäher Verhandlungen mit der Stadt Wiesbaden erhielt er die Zustimmung, ein Sendestudio im Keller der HSK einzurichten. Ab diesem Zeitpunkt sendet der Verein sein eigenes Radioprogramm. Das „Kellerdasein“ endete 1993 mit dem Umzug des Sendestudios auf das Dach der HSK.

Den Klinikfunkern ist es ein wichtiges Anliegen, ein Radioformat zu entwickeln, das auf die Belange der Klinikpatienten zugeschnitten ist. Unter dem Slogan „So klingt Wiesbaden!“ wird ein 24stündiges Programm aus einer abwechslungsreichen Mischung von Pop Musik der 70er, 80er und 90er Jahre zusammengestellt. Daneben gibt es mehrmals täglich Informationen über wichtige Themen aus Deutschland sowie Wiesbaden und der Region. Die Sendungen werden von den Mitgliedern live moderiert.

Aufgrund einer Vielzahl von Förderern und Sponsoren ist es dem Verein möglich, sein Radioprogramm für die Klinikpatienten kostenlos anzubieten.

Weitere Informationen über den Verein und sein Wirken erhalten Sie im Internet unter www.klinikfunk.de.

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IDM 03|2008
Förderverein Schillerschule Viernheim e.V.

Der „Förderverein Schillerschule Viernheim e.V.“ wurde am 19.Januar 1998 von zwölf engagierten Eltern und dem damaligen Rektor Herrn Helmut Adler gegründet. Frau Corinna Stumpf hat mit großem Engagement seine Gründung vorbereitet, wurde zur ersten Vorsitzenden gewählt und führte den Verein bis Frau Marion Renner sie im April 2004 ablöste. Seit Oktober 2005 bekleidet Frau Heike Fiedler das Amt der ersten Vorsitzenden.

Ziel des Vereins war von Anfang an die Unterstützung der pädagogischen Arbeit an der Schillerschule, somit die Förderung der Bildung und Erziehung der Schülerinnen und Schüler.
Das Miteinander von Lehrern, Eltern und Schülern fördert auf jeder Seite das Verständnis für die Sorgen und Nöte der einzelnen Gruppen.

Der Verein hat mittlerweile 70 Mitglieder, die zur Hälfte in den letzten zwei Jahren dazugekommen sind. Die ehrenamtlichen Initiativen und Aktivitäten des Vereins werden von den ca. 260 Eltern an der Schillerschule anerkannt und darüber hinaus sehr geschätzt.

Die Schulhofprojekte des Fördervereins waren und sind auch weiterhin eine zugleich große und wichtige Herausforderung, die gemeinsam mit dem Lehrerkollegium umgesetzt werden.

Die im Gründungsjahr 1998 eingegangenen Spenden und Beiträge wurden bald für Pausenspiele, Sitzbänke und Gehölze zur Gestaltung ausgegeben.

Eine erste große Schulhof-Mal- und Pflanz-Aktion startete im Frühjahr 1999. Darüber wurde imViernheimer Tageblatt und Südhessen Morgen in ihren Ausgaben vom 19.April 1999berichtet.

Im Jahr 2002 beschließt der Verein, sich an einem Großspielgerät für den Pausenhof zu beteiligen. Viele Aktionen und Spenden führen 2004 zum Ziel. Im August 2004 stellen Eltern und Hausmeister das Gerät im Hof auf und lassen es durch den TÜV Hessen überprüfen (Bilder im Anhang).

Auch in diesem Jahr stellt der Verein, auf Anregung von Rektorin Christine Fiedler, 1000 Euro bereit, um hochwertiges Spielmaterial für den Pausenbereich zu beschaffen.

Geld des Vereins fließt daneben regelmäßig in Bücher. Im Jahr 2007 wurden vier Klassensätze aktueller Kinderbücher angeschafft, die den vier Jahrgangsstufen das Lesen außerhalb der Schule näher bringen sollen. Die Klassen nutzen und bearbeiten diese Bücher an Leseabenden gemeinsam mit ihren Lehrern
.
Eine Theatervorstellung, die der Verein finanzierte, machte im Dezember 2007 allen Kindern der Schule Spaß, unterstützte durch die thematische Auswahl die Lehrer bei ihrem Jahresthema, Mediation, und schonte die Haushaltskasse der Eltern.

Dennoch ist es eine Herausforderung, an einer Grundschule einen Förderverein einzurichten. Die Fluktuation der Mitglieder ist hoch. Der Vorstand muss frühzeitig für seine Nachfolge sorgen, um Stillstand zu vermeiden.
Die Eltern der ersten Klasse sind noch nicht orientiert, was die Arbeit der Schulgremien angeht. Ein neben der Schule existierender, für die Schule arbeitender Verein mutet seltsam an. Aufklärung und Information sind daher wichtige Bestandteile der Vorstandsarbeit.
Der Mitgliedsbeitrag von 6,50 Euro, ursprünglich eine D Mark pro Monat, ist bewusst niedrig angesetzt, um alle Eltern zu bewegen, etwas für die Schulgemeinde zu tun. Der Verein ist gemeinnützig und auf Spenden angewiesen.
Ein Förderverein kann nur dann effektiv arbeiten, wenn er über die Schulsituation aufgeklärt ist. Daher ist eine enge Zusammenarbeit mit dem Elternbeirat und dem Lehrerkollegium unabdingbar.


Ansprechpartner:
Vorsitzende Heike Fiedler, Molitorstraße 15, 68519 Viernheim , e-mail: hfiedler@online.de,
Tel.: 0 62 04 – 7 52 19

Aufbau des Großspielgerätes








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IDM 04|2008
Segelclub-Rheingau e.V.

Die Hessische Landesregierung hat im Rahmen der Ehrenamtskampagne „Gemeinsam Aktiv – Bürgerengagement in Hessen“ den „Segelclub-Rheingau e.V.“ aus Walluf im Rheingau-Taunus-Kreis als beispielhafte Initiative ausgezeichnet.

Der Verein wird ausgezeichnet, da er vor über 100 Jahren die Rheingauer Regatta-Tradition begründete und seither mit großem Engagement und Motivation für den Segelsport fortsetzt. Als wichtigen Schwerpunkt sieht der Verein die Förderung und seglerische Ausbildung von Kindern und Jugendlichen an. Daher führt er eine intensive und umfangreiche Jugendarbeit durch, die den Kindern und Jugendlichen neben dem Spaß auch soziale Fähigkeiten vermittelt.

Bereits im Jahr 1883 wurden die günstigen Bedingungen des Rheinabschnitts zwischen Mainz und Rüdesheim zum Segeln erkannt und genutzt. 15 Jahre später – 1898 - wurde dann der „Mittelrheinische Segler-Verband“ gegründet, der sich dann ein Jahr später in „Rheinischer Segler-Verband“ (RSV) umbenannte. Ziel war die Vereinigung aller Segler vom Rhein und seinen Nebenflüssen. Am 11.10.1900 gründeten sich dann die RSV-Segler den „Segelclub-Rheingau“ (SCR).

Der SCR hat derzeit etwa 300 Mitglieder, die als begeisterte Rheinsegler nicht nur das Segelrevier ihres Vereins nutzen, sondern dem Rhein folgend so manchen Törn nach Holland, in die Nord- und Ostsee oder auch ins Mittelmeer unternehmen. Diese umfangreichen Segel-Erfahrungen nutzt der Verein und setzt eine intensive ehrenamtliche Jugendarbeit um. Mit derzeit 67 Kindern und Jugendlichen zählt die Jugendabteilung des SCR zu den aktivsten und erfolgreichsten im Hessischen Segler-Verband.

Im Rahmen der Jugendarbeit des Vereins erhalten bereits Kinder ab acht Jahren über das „Optitraining“ die Möglichkeit, spielerisch das Segeln zu erlernen. Daneben wird in der Jugendabteilung im Jollensegeln ausgebildet sowie Führerscheinausbildungen durchgeführt. Über das Segeln erlernen die Kinder und Jugendlichen aber auch soziale Fähigkeiten wie Selbstständigkeit und Verantwortungsgefühl.

Weitere Informationen über den Segelclub Rheingau, seine Aktivitäten und über die Jugendarbeit erhalten Interessierte auf den Internetseiten unter www.segelclub-rheingau.de.

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IDM 05|2008
Die „AiM - Arbeitsgruppe intensives Mantrailing“ aus Kassel, die eine besondere Form der Suchhundeausbildung ausübt, ist Initiative des Monats Mai 2008

Die Hessische Landesregierung hat im Rahmen der Ehrenamtskampagne „Gemeinsam Aktiv - Bürgerengagement in Hessen" die „AiM - Arbeitsgruppe intensives Mantrailing" aus Kassel als beispielhafte Initiative ausgezeichnet. Mantrailing bedeutet, dass Suchhunde eine vermisste Person über den speziellen und einzigartigen Geruch der Person auffinden.

Das Mantrailing ist eine besondere Methode der Vermisstensuche. Im Gegensatz zu den Hundestaffeln der Rettungsdienste, die auf den Geruch Mensch trainiert sind, und dadurch relativ schnell große Flächen absuchen können, werden beim Mantrailing die Hunde derart trainiert, dass sie eine vermisste Person über dessen einzigartigen Geruch aufspüren können. Den Geruch einer vermissten Person nehmen die Hunde über Kleidungsstücke oder persönliche Gegenstände des Vermissten auf. In den USA und Großbritannien ist diese Art der Vermisstensuche sehr viel verbreiteter als in Deutschland.

Sabine Gilfert aus Kassel stieß bei ihrer ehrenamtlichen Arbeit in einer Rettungshundestaffel vor sechs Jahren auf das Mantrailing und arbeitet seitdem mit ihrer Hündin in dieser Disziplin der Suchhundeausbildung. Sie fand weitere interessierte Hundebesitzer und gründete die Arbeitsgruppe intensives Mantrailing (AiM). Die Gruppe trainiert nicht nur im Freien, sondern auch in Werksgebäuden und Altersheimen, weil dort sehr viele Menschen zusammen kommen und die Hunde das Unterscheiden der verschiedenen Gerüche intensiver trainieren können.

Die AiM bietet verschiedene Seminare im Mantrailing für Hundeführer aller Rettungshundestaffeln und andere Interessierte an, bei denen die Trainerin Sabine Gilfert gezielt auf das Potential, die Veranlagung und die Charaktere der Hunde und die Voraussetzungen des Hundeführers eingeht.

Weitere Informationen über das Mantrailing, die Arbeitsgruppe und ihre Seminarangebote erhalten Interessierte auf den Internetseiten unter www.mantrailing-aim.de.

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IDM 06|2008
PRO FUTUR“ - Verein zur Dorfentwicklung Nieder-Kainsbach e. V.

PRO FUTUR“ - Verein zur Dorfentwicklung Nieder-Kainsbach e. V. wurde im Jahr 2003 von über 30 Bürgern des Brensbacher Ortsteils Nieder-Kainsbach gegründet, um die Dorfgemeinschaft von Nieder-Kainsbach und Stierbach zu fördern und unpolitisch kurz-, mittel- und langfristige Projekte zur strukturellen Verbesserung in den genannten Ortsteilen der Gemeinde Brensbach anzustoßen, zu koordinieren und umzusetzen. Dazu gehört insbesondere die aktive Mitarbeit an der längerfristigen Dorfentwicklung im Rahmen des hessischen Dorferneuerungsprogramms; die Aufnahme Nieder-Kainsbachs in dieses Programm und die Erarbeitung eines Dorfentwicklungs-konzepts wurde von „PRO FUTUR“ maßgeblich initiiert und unterstützt. „PRO FUTUR“ arbeitet auch aktiv in der laufenden Umsetzungsphase mit. Weitere Ziele sind die Verbesserung der Infra-struktur, Koordinierung und Umsetzung von Dorfverschönerungsmaßnahmen und die Förderung der Bürgergemeinschaft.

Seit der Gründung sind viele Mitglieder dazu gekommen – inzwischen ca. 110 Bürgerinnen und Bürger, was über ein Siebtel der Einwohner der Orte Nieder-Kainsbach und Stierbach ausmacht. Diese sind aktiv in die Vorhaben des Vereins eingebunden.

Projekte

Seit der Gründung des Vereins wurden im Rahmen der Dorfverschönerung das „Spitze Eck“, eine öffentliche Grünfläche mit der Dorflinde, neu gestaltet und damit eine örtliche Begegnungsstätte geschaffen. Hier findet auch alljährlich das beliebte Sommerfest am Spitzen Eck statt.

Zur Verbesserung der Infrastruktur wurde eine Infotafel mit Ortsplan sowie Gewerbeinformatio-nen aufgestellt. Die Mitglieder von „PRO FUTUR“ arbeiteten außerdem aktiv an strukturellen Ver-besserungen im Ort mit, so wurden beispielsweise Projekte zur Verbesserung der Verkehrssitua-tion (u. a. Geschwindigkeitsmessungen) und der Hochwassersicherheit (Bachverdohlung) initiiert und ausgeführt.

Da Kinder die Zukunft sind führen Mitglieder von „PRO FUTUR“ seit mehreren Jahren eine Filmrei-he, das „Nieder-Kainsbacher KinderKino“ mit großem Erfolg und hoher Resonanz in Zusammen-arbeit mit der Kinder- und Jugendförderung des Odenwaldkreises durch. Erwähnenswert ist hier auch die traditionelle Hofweihnacht mit Liedvorträgen und besinnlichem zur Weihnachtszeit.

Aber auch die Erwachsenen kommen durch Vortragsreihen zu populärwissenschaftlichen The-men sowie Führungen mit lokalem ökologischem Bezug auf Ihre Kosten. Nicht zuletzt hat „PRO FUTUR“ die Aufnahme des Ortes Nieder-Kainsbach in das hessische Dorferneuerungsprogramm maßgeblich mit initiiert. Dabei hat „PRO FUTUR“ in der Moderationsphase aktiv an der Erarbei-tung des seit kurzem vorliegenden und von der Investitionsbank Hessen genehmigten Dorferneuerungskonzepts mitgearbeitet. Die Umsetzung dieses Konzepts wird in den nächsten Jahren eines der wichtigsten Projekte für den Verein bleiben.

Vorhaben

Der Name „PRO FUTUR“ ist Programm:
Wir werden uns auch weiterhin für eine Zukunft der Orte Nieder-Kainsbach und Stierbach enga-gieren.

„PRO FUTUR“ – Verein zur Dorfentwicklung Nieder-Kainsbach e. V. wird die Umsetzungsphase des Dorferneuerungsprogramms in Nieder-Kainsbach im gleichnamigen Arbeitskreis begleiten und unterstützen. Zusätzlich sind die Pflege der genannten dörflichen Einrichtungen „Spitzes Eck“ und Infotafel im Fokus. Neben der weiteren Förderung der Dorfgemeinschaft für Jung (Kinder-Kino, Hofweihnacht) und Alt (Vorträge, Ausflüge, Bürgerfeste) ist die Weiterführung und Initiie-rung neuer Projekte aus und für die Dorfgemeinschaft geplant.

„PRO FUTUR“ hat im Gegensatz zur kommunalen Verwaltung sowie den kommunalpolitischen Gremien keine politische Bindung sondern fokussiert sich ausschließlich die Förderung der Dorf-gemeinschaft und –entwicklung von Nieder-Kainsbach und Stierbach. Nur so kann der Wohn-wert unserer Heimatorte für die Bürgerinnen und Bürger nicht nur erhalten, sondern erheblich gesteigert werden. Im Gegensatz zu anderen ländlichen Regionen in Hessen besteht so die Mög-lichkeit, einer Überalterung und einem Verfall alter Dorfstrukturen entgegenzusteuern – und das nicht nur im Bezug auf Gebäude, sondern auch im „täglichen Miteinander“ der Einwohnerinnen und Einwohner.

Vorstand

(v. links nach rechts : Sven Ehrhard, Jochen Sulzbach, Sigrid Reibold, Hans Dümmler, Angelika Sulzbach; der Stellvertr. Vorsitzende Dr. Frank Volz fehlt)

Das Spitze Eck

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IDM 07|2008
Wanderclub Edelweiss Dudenhofen e.V.

Die Hessische Landesregierung hat im Rahmen der Ehrenamtskampagne „Gemeinsam Aktiv – Bürgerengagement in Hessen“ den Verein „Wanderclub Edelweiss Dudenhofen e.V.“ aus Rodgau im Landkreis Offenbach als beispielhafte Initiative ausgezeichnet. Im Monat Juli fiel die Wahl auf den „Wanderclub Edelweiss Dudenhofen e.V.“, weil sich der Verein in hervorragender Weise und mit viel Engagement für die Pflege des Wandersports in der heimatlichen Natur sowie der Erhaltung eines Mandolinenorchesters einsetzt.

Der Wanderclub Edelweiss Dudenhofen wurde 1923 von 12 jungen Männern ins Leben gerufen. Die ersten Wanderungen gingen in den Odenwald und Spessart. Da es ganz selbstverständlich war, zu Mandolinenbegleitung zu wandern, entstand zusammen mit dem Wanderclub ein Mandolinenorchester. Der Club trat der Vereinigung der Odenwald- und Spessartwanderer sowie dem Jugendherbergsverband bei. 1933 trat der Verein mit seinen damals 54 Mitgliedern dem Verband Odenwaldclub bei. Nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgte ein Boom und der Verein profitierte davon, dass gerade die jungen Leute aus der engen Heimat herauskommen wollten. Der Verein bot damals Mehrtagesfahrten oder –wanderungen in die Alpen und die Mittelgebirge an. 1957 wechselte der Verein den Verband und trat dem Spessartbund bei. Schon 1958 richtete er mit einem Festzug über die „Sagen und Märchen unserer Heimat“ sein erstes Spessartbundfest aus. Nachdem der Verein 1960 ein Waldgrundstück erwerben konnte, begann der Bau eines Wanderheims. Das Vereinshaus „Gänsbrüh“ ist ein beliebter Aufenthaltsort für Wandergruppen geworden, da von dort diverse Ausflugsziele gut zu erreichen sind. Heute besteht der Verein aus ca. 370 Mitgliedern, die sich im Rahmen eines Wanderplans zu Wanderungen, Ausflügen und Radtouren treffen. Auch mehrmals in der Woche treffen sich walkwillige Wanderer am Vereinshaus und walken ca. eine Stunde in der Gruppe.
 
Das Mandolinenorchester des Vereins hat sich seit 1970 von einer Wandermusikgruppe zu einem anerkannten Zupforchester entwickelt und wurde zu einem festen Bestandteil des kulturellen Lebens in Dudenhofen. Seit 1984 gehört das Orchester dem Verband „Bund Deutscher Zupfmusiker“ an. Es besteht aus 24 Spielern und einzelne Spieler nehmen an überregionalen Aktivitäten und Fortbildungsmaßnahmen des Bundesverbandes teil. Das Orchester nimmt mit gutem Erfolg an nationalen wie internationalen Veranstaltungen und Wettbewerben teil.

Weitere Informationen über den Verein und seine Aktivitäten erhalten Sie im Internet unter http://www.wanderclub-edelweiss-dudenhofen.de/.


 

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IDM 08|2009
Miteinander-Füreinander Oberes Fuldatal e.V.

Vereinsgründung und Ziele:

Der Verein Miteinander-Füreinander Oberes Fuldatal e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der im September 2007 von engagierten Bürgerinnen und Bürger mit Unterstützung der Stadt Gersfeld und der Gemeinde Ebersburg gegründet worden ist.
Bedingt durch eine beruflich geforderte Flexibilität leben auch im oberen Fuldatal am Fuße der Wasserkuppe nur noch selten zwei oder drei Generationen zusammen in einem Haus. Damit entfällt häufig auch gegenseitige Unterstützung und Hilfeleistung. Gleichzeitig wird die Bevölkerung zunehmend älter. Diese beiden Entwicklungen bergen u.a. die Gefahr, dass das „flache Land“ sich zunehmend „entvölkert“. Dem tritt der Verein in seinem Betätigungsfeld in den beiden Nachbarkommunen Gersfeld (Rhön) und Ebersburg mit ihren 17 Dörfern entgegen. Denn:
Wohnen im ländlichen Raum soll auch in Zukunft für alle Generationen attraktiv sein und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben möglich machen.

Aktivitäten und Kooperationen:

Besuchsdienste bei Hilfsbedürftigen, Begleitung von alten und hilfsbedürftigen Menschen bei Behördengängen und Arztbesuchen, Haushaltshilfe bei Krankheit sowie Durchführung von Vortragsreihen und Seminaren für Jugendliche beim Start ins Berufsleben sowie älteren Menschen zur Förderung der geistigen und physischen Fähigkeiten ist nur eine Auswahl dessen, was der Verein „sich auf die Fahne geschrieben“ hat.

Großes Interesse der Bevölkerung bei den bisherigen Fachvorträgen über Erbrecht, Patientenverfügungen, Schutz vor Trickbetrügern sowie Auffrischung von Führerscheinwissen sowie die rege Inanspruchnahme von Haushaltshilfen verschiedenster Art und aus den unterschiedlichsten Gründen zeugt von der Notwendigkeit unserer Arbeit.
Die Reihe von Fachvorträgen wird ständig erweitert und wiederholt. Mit den Lebensmittelversorgern in den Gemeinden sind ein Lieferservice bzw. Einkaufsfahrten für Personen vereinbart, die hierzu nicht mehr in der Lage sind.

In Kooperation mit Schulen arbeitet der Verein mit seinen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern in den Projektwochen mit. Damit wird die Partnerschaft zwischen den Generationen gelebt und deutlich gemacht, dass Senioren nicht nur Hilfe benötigen, sondern auch Hilfe leisten können. Unter dem Motto „Alt hilft Jung und Jung hilft Alt“ stehen der Schilderung von Zeitzeugenerlebnissen oder Kenntnisse alter Rezepte durch ältere Helferinnen und Helfer der Übermittlung von Kenntnissen über Nutzung eines PC und des Internet durch Junge an Alte gegenüber. Generationsübergreifendes Tätigwerden geht. Es muss nur organisiert und in geordnete Bahnen gelenkt werden.

Mit den Kindergärten in den beiden Kommunen wurden Großeltern-Enkel-Nachmittage im Gersfelder Wildpark sowie im Schwimmbad Dalherda, dem höchstgelegenen Schwimmbad Hessens, organisiert. In Zusammenarbeit mit dem Kneipp-Verein erhielten die Großeltern im Bad theoretische und praktische Einweisung in die Behandlungsmethode des Gesundheits- pfarrers Kneipp, während die Kinder einem Märchenerzähler lauschten und am Wasserspielplatz toben konnten.

Ernährungskurse für ältere Menschen, regelmäßige Ausflugsfahrten für Bewohner der Altenheime, Spinnstubennachmittage sind weitere Aktivitäten des Vereins, die aktualisiert und erweitert werden.

Freuen würde sich der Verein über weitere freiwillige Helferinnen und Helfer, insbesondere für Helferdienste im Garten und Haushalt.
Finanziell benötigt der Verein permanent Unterstützung, soll die Arbeit fortgesetzt werden.
Spenden, die steuerlich abgesetzt werden können, Zuschüsse oder Unterstützung durch Mitgliedschaft sind dringend erforderlich.

Ansprechpartner und Kontakt:

Ansprechpartner: Lothar Mohr, Illbachweg 15, 36129 Gersfeld, Tel.: 06656/8669 – Fax: 06656/504938, e-mail: mit-und-fuer@gmx.de.

Weitere Informationen finden Sie unter www.ebersburg.de oder www.gersfeld.de jeweils unter der Rubrik „Bürgerservice“

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IDM 09|2008
Aktion für behinderte Menschen Hessen e.V.

Im Monat September hat die Hessische Landesregierung im Rahmen der Ehrenamtskampagne „Gemeinsam Aktiv – Bürgerengagement in Hessen“ den Verein „Aktion für behinderte Menschen Hessen e.V.“ mit Sitz in Korbach im Landkreis Waldeck-Frankenberg als beispielhafte Initiative ausgezeichnet. Staatssekretär Dirk Metz erklärte hierzu, dass sich der Verein basierend auf einer hervorragenden zivilmilitärischen Zusammenarbeit im gesamten mittel- und nordhessischen Bereich für die Belange von behinderten Menschen einsetzt und diese in der Verwirklichung eines selbstbestimmten Lebens unterstützen. Er ergänzte, dass die Aktion für behinderte Menschen e.V. von sieben Mitgliedsvereinen getragen werde, die behinderten Menschen und deren Familien aber auch Gruppen, Vereinen, Organisationen oder Institutionen unbürokratische und wenn erforderlich unverzügliche Hilfe leisten. Diese Hilfeleistungen erstrecken sich von der Unterstützung von Kuraufenthalten eines Einzelnen bis hin zu Aktivitäten zur Verbesserung des öffentlichen Bewusstseins und dem Abbau von Vorurteilen gegenüber behinderten Menschen. Dieses weitreichende Engagement hat Ministerpräsident Koch besonders imponiert und verdient Dank und Anerkennung.

Zivilmilitärische Zusammenarbeit sowie ehrenamtliches soziales Engagement gehören seit Bestehen der Bundeswehr zu den Aufgaben und Lebensinhalten der Soldaten. Dr. Harald Renner, 1971 Stabsarzt im Sanitätsbereich, veranstaltete in seinem Verantwortungsbereich „Tage der offenen Tür“. Unter den interessierten Besuchern waren damals auch behinderte Menschen, zu denen Dr. Renner einen regen Kontakt pflegte. Daraus entstand eine Freundschaft zu dem Spastikerverein Marburg/Lahn, die innerhalb eines Jahres in eine Patenschaft des Sanitätsbataillons Dr. Renners für den Verein überging. Durch Sammlungen bei Großveranstaltungen gelang es Dr. Renner und seinen Soldaten dringend notwendige Hilfen für die Menschen mit Behinderung zu gewähren. Die Initiativgruppe Marburg/Lahn wurde gegründet. Auf Anregung von Dr. Renner übernahm der damalige Brigadekommandeur Karl-Heinz Jörgens die Idee und machte 1974 das ehrenamtliche soziale Engagement der Soldaten bei Veranstaltungen von Galaabenden in der Öffentlichkeit deutlich. Die Hilfeleistungen für die behinderten Menschen konnten ausgeweitet werden. Dr. Harald Renner und Karl-Heinz Jörgens gründeten am 18. Dezember 1974 den ersten Verein im Landkreis Marburg. Mitte der 70er Jahre des vorigen Jahrhunderts gründeten sich Vereine im gesamten nord- und mittelhessischen Raum. Am 4. Juli 1978 erfolgte die Gründung eines Dachverbandes „Aktion für Behinderte in Hessen“. Zum Präsident wurde Brigadegeneral Karl-Heinz Jörgens gewählt. 1996 übernahm Oberst a. D. Jürgen Damm aus Bad Arolsen die Präsidentschaft. 2003 erfolgte die Umbenennung in „Aktion für behinderte Menschen Hessen e.V.“ (AfbM Hessen). Die Aktion wird gemeinsam von Bürgern in Uniform und Zivil getragen und unterstützt.

Im Rahmen ihrer Aktivitäten veranstaltet die AfbM Hessen u. a. Benefizkonerte mit dem Heeresmusikkorps Kassel, mit dem bereits eine 30jährige Verbundenheit besteht, präsentiert sich seit 2003 am Platz der Streitkräfte bei den Hessentagen und führte in diesem Jahr bereits das zweite Fachforum zum Thema „Bürgerschaftliches Engagement und Profession in der Arbeit für und mit Menschen mit Behinderung“ durch.

Die Unterstützungsleistungen der AfbM sind vielfältig und umfassend. Es wird der einzelne Mensch gefördert und unterstützt, z.B. durch die Übernahme von Kosten für das Herrichten einer barrierefreien Wohnung, aber auch Vereine oder Organisationen durch die Finanzierung und Beschaffung von Geräten für die schulische Ausbildung im therapeutischen Bereich. Neben der materiellen Förderung engagiert sich der AfbM auch ideell für die Belange der behinderten Menschen u. a. durch ein aktives Eintreten für die Interessen von behinderten Menschen und ihrer Familien sowie für deren gesellschaftliche Anerkennung.
Staatssekretär Metz hob hervor, der Anerkennungsbetrag sei ein symbolisches Dankeschön für die bisherige engagierte Arbeit der „Aktion für behinderte Menschen Hessen e.V.“ und solle helfen, auch weiterhin in so ausgezeichneter Weise tätig zu sein.

Weitere Informationen über den Verein und seine Aktivitäten erhalten Sie im Internet unter www.afbm-hessen.de

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IDM 10|2008
Heimat- und Museumsverein Viernheim e.V.

Die Hessische Landesregierung hat im Rahmen der Ehrenamtskampagne "Gemeinsam Aktiv - Bürgerengagement in Hessen" den "Heimat- und Museumsverein Viernheim e.V." im Landkreis Bergstraße als beispielhafte Initiative ausgezeichnet. Im Monat Oktober fiel die Wahl auf den Heimat- und Museumsverein Viernheim e.V., weil sich der Verein in vielfältiger Weise der Förderung und Erhaltung von Traditionen und Brauchtum sowie der Sammlung und Darstellung der Viernheimer Stadtgeschichte widmet.

In einer Versammlung am 27. April 1998 gründete sich der Heimat- und Museumsverein Viernheim mit der Zielsetzung die Museumsarbeit in Viernheim ideell und finanziell zu fördern, Traditions- und Brauchtumspflege zu betreiben mit der Einladung an die Bürger zum aktiven Mitmachen, geschichtliche und gesellschaftliche Zusammenhänge zu vermitteln, regionalgeschichtlich wertvolle Objekte zu erhalten, die Sammlung und Darstellung zur Ortsgeschichte zu unterstützen und den Bürgern bei der Suche nach Identifikation mit ihrer Stadt oder ihrem neuen Lebensraum zu helfen.

Hier finden Sie eine Vorstellung des Vereins als PDF.

Ansprechpartnerin für die Verein ist Frau Marianne Förster, Zwingenberger Straße 17, 68519 Viernheim, Tel: 06204/913003, e-mail: pfoerster@t-online.de

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IDM 11|2008
Ehrenamtliche Mitarbeiter an der Hermann-Ehlers-Schule

Entstehung

Auszug aus einem Interview mit Herrn Thomas Müller (Lehrer an der Hermann-Ehlers-Schule) dem Gründer des Projekts.

Wie so oft werden Ideen durch aktuelle Notwendigkeiten geboren.

Ausgangspunkt waren die Defizite meiner leistungsschwächeren Gesamtschüler und die wünschenswerten Leistungssteigerungen der Leistungsstärkeren.

Erstere sind gekennzeichnet durch große Wissenslücken wie sie bei „Hauptschülern“ in der ganzen Bundesrepublik zu finden sind. Diese Defizite reichen manchmal bis in den Primarbereich zurück.

Verursacht wurden sie durch nicht vorhandene Hilfestellungen zum richtigen Zeitpunkt.
Diese hätten geleistet werden können, entweder durch Unterstützung der Eltern bzw. durch
Personal in der Schule, das ausreichend Zeit gehabt hätte, um auf die Schüler individuell einzugehen.

Wenn dies möglich gewesen wäre hätten individuelle Lernrückstände vermieden werden können.

Da auf diese ganz persönlichen Lernlücken in unserem Schulsystem nicht immer ausreichend
und persönlich eingegangen werden konnte, entstanden bisweilen Ausgangslagen, die es
den Schülern nicht mehr gestatteten im notwendigen Maße befriedigend und erfolgreich zu lernen.

Es entstanden Persönlichkeiten, die Lernhemmungen, Lernstörungen bzw. auch ganz deutlichen Lernunwillen aufzeigen.

Die Folgen davon sind letztendlich Probleme bei der Lehrstellensuche und beim Erhalt eines Arbeitsplatzes.

Erkenntnisse aus der Pisastudie zeigten, dass Verbesserungen der Schulleistungen besonders
dann eintreten, wenn eine individuelle Förderung im Unterricht gewährleistet ist. Dies wird erfolgreich in nordischen Ländern praktiziert und ist auch in Indien sonderpädagogisch realisiert.

Dies alles gilt selbstverständlich auch bei den angestrebten Leistungssteigerungen der leistungsstärkeren Schüler.



Ersten Schritte

Ich fragte mich, was wird benötigt und was kann ich persönlich s o f o r t dafür tun, um diese Erkenntnisse zumindest ansatzweise s o f o r t umzusetzen.

Ich musste das beschaffen, was man auch in unserem Bildungssystem benötigt, sich aber nur Privatschulen für viel Geld erfolgreich leisten können.
Hier finden wir unter anderem kleine Klassenstärken (10 Schüler) mit der Folge, dass sich die Pädagogen individueller um ihre Schüler kümmern können.

Ich musste also kostenlos das organisieren, was für unseren Staat zu teuer ist.

Wie ?

Hier war der Gedankensprung zu den ehrenamtlichen Mitarbeitern nicht mehr weit.

Um ein solches Projekt auf Dauer am Leben zu erhalten, müssen beide Seiten davon profitieren.

Anzeigen und Artikel

Um die Resonanz und das Interesse von Ehrenamtlichen zu testen wurden Anzeigen und Artikel in verschiedenen regionalen wie überregionalen Zeitungen und Anzeigern geschaltet.

Das Ergebnis war optimal. Es meldeten sich zahlreiche interessierte und erfahrene Menschen.

Diese Bewerber erhielten nach kurzen Vorbereitungsgesprächen die Gelegenheit ihre potentiellen Schüler kennen zu lernen und sofort in den Arbeitsprozess einzusteigen.

Alle erwiesen sich sehr erfolgreich im „Learning by doing“. Nach kurzer Zeit bildete sich ein zielstrebiger Kern, der und auch im folgenden Schuljahr seine Arbeit fortsetzte.



Personengruppen

Welche Personengruppen kommen in Frage:

Engagierte berufstätige Lehrer, die noch eine Zusatzaufgabe suchen um ihre Arbeit durch
experimentieren zu optimieren.

Arbeitslose Lehrer, die auf diese Art Erfahrungen und Praxis in ihrem Berufsfeld gewinnen
können.

Pensionierte Lehrer, die so ihre lange Berufspraxis nicht von einem Tag auf den
anderen völlig aufgeben müssen und ihre wertvollen Erfahrungen in Schüler investieren können.

Pädagogisch Interessierte, die ihre Lebenserfahrungen und ihr Können zur Förderung von Schüler einbringen möchten.

Senioren, die geduldig und sensitiv mit Schülern arbeiten wollen und so die
Möglichkeit einer befriedigenden, sinnvollen und moralisch positiv bewerteten Tätigkeit
nachgehen können (hier kann der allgemeinen Trennung von Jung und Alt etwas
entgegen gewirkt werden).

Rentner die aus Tätigkeiten der Wirtschaft kommen. Sie haben andere Sichtweisen als Pädagogen, wodurch sie die Schüler bereits jetzt etwas näher an die wirtschaftliche Realität heranführen können.
Blinde Flecken der Pädagogen werden zudem offenbar und können beleuchtet werden.

Personen mit therapeutischen Erfahrungen, sie können hier in einem realistischen Umfeld ihr Wissen einbringen und Erfahrungen jenseits therapeutischer Räume machen

Eltern, deren Kinder in anderen Klassenstufen an der Hermann-Ehlers Schule sind.
Ihr Nutzen liegt in den Erfahrungen, die sie hier sammeln und die sie erfolgreich bei der Unterstützung ihrer eigenen Kinder anwenden können.

Der weitere Nutzen für diese Personengruppen liegt in einer sinnvollen persönlich bereichernden Tätigkeit.



Realisierung bis heute

Ziel dieser Personen ist die Schüler in den Hauptfächern zu unterstützen. Dies geschieht
im Rahmen einer erweiterten schulischen Nach- und Hausaufgabenbetreuung.

Zunächst wurde dies 2004 einige Monate als Versuch in einer 8. Klasse erfolgreich praktiziert ( Deutsch, Englisch, Mathematik und „Lerntechniken"). Als Ergebnis konnte beispielsweise eine Schülerin mit sehr starken Lernproblemen ihre Leistungen so weit und schnell verbessern, dass es ihr gelang sehr gute mathematische Ergebnisse zu erzielen.

Das Projekt lief sehr viel versprechend an.

Diese positive Resonanz zeigte sich gleichermaßen bei den Lehrkräften als auch bei den Schülern, die nach einer kurzen Gewöhnungsphase regelrecht auf die zusätzlichen Kräfte warteten und sie fest einkalkulierten.
Diese wurden wie von selbst von den Schülern dahin gehend instrumentalisiert sie auf Klassenarbeiten vorzubereiten.
Hier konnten sie noch nicht Verstandenes hinterfragen und klären.

Aufgrund des Angebots einer Lehrerin einen Stützkurs für Englisch zu gestalten konnte schnell ein jahrgangsübergreifender Englischförderkurs eingerichtet werden, der sich größter Beliebtheit erfreute und auch noch 2008 regelmäßig mit neuen Schülern stattfindet.

Optimistisch konnte man schon damals in die Zukunft schauen, da viele Unterrichtskräfte ihre Aktivitäten fortsetzen bzw. sogar ausbauen wollten und auch immer wieder neue dazukamen.

Einer Lehrkraft die sich auf Grund der geschalteten Zeitungsartikel meldete, konnte 2005 sogar ein Honorarvertrag an der HES angeboten werden.
Im Schuljahr 2005 / 06 wurde das Konzept auch auf andere Jahrgangsstufen ausgedehnt.

Heute (2008) erfolgt ein Einsatz von ehrenamtlichen Kräften in den Klassenstufen 6, 7, 9 und 10. Diese unterstützen die Schüler nach wie vor fachlich (in den Hauptfächer sowie Chemie und Physik), kommen aber auch im erweiterten Betreuungsbereich und bei der Hausaufgabenhilfe zum Einsatz.


Ausbau und Fortsetzung in der Zukunft

Die Aktivitäten von ehrenamtlichen Mitarbeitern an einer sich verändernden Schule in einer veränderten Gesellschaft können sicherlich vielschichtig und vielseitig sein.

Querdenken und kreatives Denken kann hier zahlreiche Einsatzfelder zutage bringen.

Beispielsweise könnten Senioren ein eigenes Kommunikationszentrum in der Schule aufbauen von wo aus sie verschiedene Einsatzbereiche koordinieren könnten.

Um noch mehr Ideen in der Zukunft realisieren zu können sucht die Schule weiterhin
Menschen, die sich angesprochen fühlen Jugendliche auch mit größeren Lernproblemen auf einfachem Niveau zu unterstützen.

Gesucht werden aber auch ehrenamtliche Mitarbeiter, die leistungsstärkeren Schülern
(Realschul- und Gymnasialniveau) bei ihrer Kompetenzerweiterung behilflich sein
wollen.

All diese Personen werden einen entscheidenden Beitrag leisten um das Ziel der Schule,
die Förderung der Schüler auf allen Leistungsniveaus voran zu treiben, noch stärker zu realisieren.



Gespräch mit dem Hessischen Rundfunk

Jüngere und ältere Menschen melden sich in gleicher Anzahl. Genau das war die Absicht ein breites Spektrum von Menschen zu erfassen. Das Konzept beruht gerade darauf nicht nur Lehrer bzw. ehemalige Lehrer aktiv werden zu lassen. Jeder sollte sich auf seine Art und Weise für die Schule einbringen können.
Die Bereicherung liegt hierbei einmal in den fachlichen Qualitäten der ehrenamtlichen Mitarbeiter aber auch in der persönlichen Schätzen die jeder einzelne einbringt.
Die neuen Mitarbeiter arbeiten häufig mit kleinen Gruppen (2-3 Schüler, manchmal auch einzeln), aber auch mit größeren Lerngruppen wie Herr Heck der heute hier anwesend ist.

Herr Heck

Herr Heck ist schon seit Jahren an der Hermann-Ehlers-Schule aktiv.
Er ist bereits 84 Jahre alt aber immer noch so etwas wie ein Workaholic. Er ist nicht nur hier an der Schule tätig, sondern hat noch andere Einsatzfelder an anderen Orten in Wiesbaden.
Herr Heck war zunächst 2 Jahre in Neigungsgruppen mit Schülern der 9. und 10. Klasse engagiert und äußerst aktiv. Inzwischen bereichert er den Chemieunterricht mit seiner charmanten Art und Weise, sowie mit Experimenten, die er sich ausdenkt und so den normalen professionellen Unterricht ergänzt.
Genau das ist die Absicht:
Professionelle Arbeit durch die angestellten Lehrer an der Schule + Erfahrung und Bereicherung von Einzelnen.

Das erzeugt potenzierte Vitalität, die die Schule ausstrahlen möchte. Neue und interessierte ehrenamtliche Mitarbeiter mit einer guten Idee und dem Willen mit Jugendlichen individuell umzugehen sind stets willkommen.



Anbsprechpartner

Rektorin Frau Lilge und Herrn Thomas Müller,

Hermann-Ehlers-Schule,

Tempelhofer Straße 57,

65205 Wiesbaden,

Tel.: 0611-97890,

www.hes-wiesbaden.de

www.gemeinsam-aktiv.de

IDM 12|2008
SeniorenNachbarschaftsHilfe Hofheim

 

 

Die Hessische Landesregierung hat im Rahmen der Ehrenamtskampagne „Gemeinsam Aktiv - Bürgerengagement in Hessen" den Verein „SeniorenNachbarschaftsHilfe Hofheim" im Main-Taunus-Kreis als beispielhafte Initiative ausgezeichnet. Im Monat Dezember fiel die Wahl auf den Verein „SeniorenNachbarschaftsHilfe Hofheim" weil der Verein mit seinen verschiedenen ehrenamtlichen Aktivitäten einen wichtigen Beitrag zum Erhalt von gutnachbarschaftlichen Beziehungen und gegenseitigen Hilfestellungen leistet und nachbarschaftliche Unterstützungen erbringt, die die Mitglieder in Notsituationen des täglichen Lebens in Anspruch nehmen können. Auch der Landtagsabgeordnete Axel Wintermeyer hat die Auszeichnung befürwortet.

 

Grundlage für die Gründung der SeniorenNachbarschaftsHilfe Hofheim im Jahr 1997 war der Zerfall der Großfamilien sowie die zunehmende Anonymität in der Wohnumgebung. Hilfen wurden nicht mehr wie früher innerhalb der Familie oder der Nachbarschaft geleistet. Neben den gegenseitigen Hilfestellungen in Notsituationen bietet der Verein einen Mahlzeitenservice aber auch Bildungsveranstaltungen und Freizeitgestaltung für Senioren an. Der Verein kooperiert daher eng mit dem Deutschen Roten Kreuz und der Senioren-Beratungsstelle der Stadt Hofheim am Taunus.

 

Über ein Punktesystem oder über eine geringe Gebühr helfen sich die Vereinsmitglieder gegenseitig z. B. im Haushalt und Garten, bei der Betreuung und Unterstützung von Kindern und Jugendlichen aber auch als Begleitung beim Einkauf oder Arztbesuch. Bei „Essen auf Rädern" arbeitet der Verein mit der EVIM Service GmbH zusammen und beliefert ältere und hilfsbedürfte Menschen wochentags mit einer frisch zubereiteten warmen Mahlzeit.

Daneben organisiert der Verein ein umfangreiches Veranstaltungsangebot in Kooperation mit dem Magistrat der Stadt Hofheim am Taunus. Hier werden z. B. regelmäßige Sprachkurse im Seniorenzentrum sowie in der Sparte Sport, Bewegung und Gesundheit Gruppenangebote in verschiedenen Sporthallen durchgeführt. Ebenfalls gehören Ausflüge, Seniorenurlaube, Studienreisen und Tagesveranstaltungen zum Angebot des Vereins.

Informationen zum Verein erhalten Interessierte über die Internetseite www.hofheimersenioren.de.

www.gemeinsam-aktiv.de

Initiative des Monats

www.gemeinsam-aktiv.de

Bewerbungs-formular zur Initiative des Monats

www.gemeinsam-aktiv.de